starting business Erfolgsgeschichten: epap

created by Nina Heiting / Start-Up


Was macht epap?

Rund 20 Milliarden Einkäufe werden jährlich an deutschen Kassen getätigt - für jede von ihnen muss ein Beleg in digitaler oder physischer Form ausgestellt werden. Wir machen das Sammeln von Belegen bequem und lohnenswert, um Menschen bei ihren alltäglichen Finanzen zu unterstützen. Dafür haben wir eine Öffnet externen Link in neuem FensterApp entwickelt, mit der unsere User*innen ihren Kassenbon im Geschäft direkt digital mitnehmen oder gedruckte Kassenzettel digitalisieren können. Anhand dieser Belege und optional auch Bankkonten schreibt unsere App dein digitales Haushaltsbuch, in dem Einnahmen und Ausgaben bis auf Produktebene analysiert werden. Auf der anderen Seite ermöglichen wir Produktherstellern von Konsumgütern Öffnet externen Link in neuem Fensterhochspezifische Marktforschung auf Basis der alltäglichen Belege in unserer App. Diese Marken definieren mit epap sehr spezifische Zielgruppen - zum Beispiel Veganer*innen in Hannover, die regelmäßig Schokolade von Marke x kaufen - und laden sie zu ihrer Umfrage ein. Als Gegenzug für die Beantwortung erhalten unsere User*innen ein kleines monetäres Dankeschön, das sie sich als Paypal-Guthaben oder Amazon.de-Gutschein auszahlen lassen können.

Wie seid ihr darauf gekommen, den Kassenbon zu digitalisieren?

Die Idee kam unseren Co-Foundern und Vollblut-Techies Fabian und Sebastian ungefähr zeitgleich, aber völlig unabhängig voneinander. Die Apple-Watch am Arm und Bezahlen mit dem Smartphone - da ist ein gedruckter Kassenbon einfach nicht mehr zeitgemäß und obendrein sehr unpraktisch im Handling. Hinzu kam die 2020 eingeführte Bonpflicht, die für eine wortwörtliche Bonflut an deutschen Kassen sorgte. Beide entwickelten eine App für den Erhalt digitaler Belege und wurden glücklicherweise durch starting business vernetzt, um die Idee gemeinsam mit Jannis und Gerd weiter voranzutreiben. Mittlerweile bieten wir digitale Belege nicht nur als nachhaltige und smarte Alternative Öffnet externen Link in neuem Fensterfür Handel und Gastronomie an, sondern verbinden über digitalisierte Belege Marken mit ihren Kund*innen. Unser oberstes Ziel ist und bleibt es aber, für alle Anspruchsgruppen das Beste aus den Belegen zu machen.

Was habt ihr in zwei Jahren epap gelernt?

Digitale Belege eröffnen viele Interpretationsspielräume und mögliche Use Cases. Die wichtigste Erfahrung war bisher, dass ein Start-up zu einem sehr großen Teil aus Validierungs-Iterationen besteht. Hypothesen aufstellen, überprüfen und notwendige Schlüsse daraus ziehen. Das heißt aber auch, dass man manchmal Ideen, an denen man lange gearbeitet hat, wieder verwerfen muss. Dann geht der Kreislauf von vorne los. Und ganz wichtig: Wenn du eine Idee hast, dann sprich darüber und hol dir von Anfang an so viel Feedback wie möglich. Auf viele Fragen, die sich andere Menschen stellen, kommt man alleine einfach nicht - deshalb lautet unser Motto auch: Ask your Customer!

Wohin soll es in Zukunft gehen?

Wir wollen den Kassenbon nachhaltig revolutionieren und vom unbeliebten Papierstreifen zum smarten Tool für die eigenen Finanzen machen. Darüber hinaus möchten wir unser Marktforschungsfeature noch deutlich ausbauen - zum Beispiel in dem wir Stammkund*innen verschiedener Produkte mit den Marken in einem Face-2-Face Interview verbinden. Aktuell ist epap in der DACH-Region verfügbar - es gibt also noch eine ganze Welt, in die wir epap hinaustragen können und wollen.

 

Verfasst von Ruth Rottwitt